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Inhalt:
Nachrichten
Bruder Franziskus, damals und für immer
Datum:
20.01.2026
Autor:
Eva Marković, Mag. theol.

Als ich ein Kind war, bekam ich das Buch „Franziskus, der Friedensbringer, und Schwester Neva“ der Autorin Sonja Tomić geschenkt. Es war eine Kinderhagiografie, also eine Lebensbeschreibung des heiligen Franz von Assisi, die dem kindlichen Alter angepasst war. Bis heute ist mir diese sanfte und zugleich tatkräftige, fleißige und mutige Gestalt des heiligen Franziskus in Erinnerung geblieben – als Beispiel eines heiligen Menschen, eines Priesters, eines Menschen Gottes, jemandem, dem man ähnlich sein möchte. Seine Liebe zu Jesus und zur gesamten Schöpfung hat sich mir ins Herz eingeprägt als Vorbild, das ich im Alltag immer wieder „zum Leben erwecken“ kann.
 

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Vögeln und anderen Tieren erzählt, denen Franziskus begegnete und mit denen er sprach, und die ihm etwas über Gottes Wesen sagten. Selbst für den gefährlichen Wolf war Platz in seinem Herzen: Wie beim Propheten Daniel in der Löwengrube entwaffnete der Geist Gottes, der in Franziskus wirkte, das gefährliche Tier, das aufhörte, die Stadt zu terrorisieren. Diese Episoden aus seinem Leben bedeuten uns – sowohl als Kindern als auch als Erwachsenen – sehr viel, denn sie sprechen von Gottes Güte, aber auch von einer unbeugsamen Tapferkeit, das Gute zu bewahren.
 

Unter dieser Schicht von Erzählungen, die sich im Laufe der Zeit um den Namen dieses Heiligen gelegt hat und in der es manchmal schwer ist, Wirklichkeit und Legende zu entwirren, stellt sich die Frage: Wer war Franz von Assisi wirklich?
 

Geboren wurde er als Giovanni Bernardone im Jahr 1182 in Assisi. Franziskus, beziehungsweise Francesco, war ursprünglich ein Beiname oder zweiter Name, den er wegen seiner Kenntnisse der französischen Sprache erhielt. Diese hatte er sich angeeignet, indem er in Frankreich die Lieder der Provence zu singen lernte. Bevor er die Seele eines Heiligen hatte, besaß er die Seele eines Troubadours, eines Dichters. Diese dichterische Seele wurde zum fruchtbaren Boden für die Gnade Gottes in ihm.
 

Er war ein junger Mann aus einer Tuchhändlerfamilie, lebenslustig, interessiert an Vergnügungen, Tanz und Gesang, mit einem Auge für schöne Frauen und Gesellschaft. Interessanterweise wurde ihm davon im Ordensleben nichts genommen, sondern vielmehr veredelt und mit einer damals notwendigen radikalen geistlichen Note versehen. Er wollte Ritter werden und sich auf diese Weise auszeichnen. Doch auf dem Schlachtfeld erlitt er ein Unglück, und in der Krankheit begann er, ganz spontan, ein anderes Gesicht des Leidens zu entdecken – das Leiden Christi. Der Krieg hatte ihn verändert. Die dunklen Erfahrungen, die er dort machte, veranlassten ihn, nach einem tieferen Sinn des Lebens zu suchen.
 

Er begann, sich für die Evangelien zu interessieren, besonders für die Worte Jesu im Lukasevangelium, die vom radikalen Armutsideal der Jünger sprechen, dort, wo Jesus ihnen sagt, sie sollten nichts Eigenes mitnehmen (vgl. Lk 9,3). Aus dem attraktiven, beliebten jungen Mann wurde ein Bettler – zum Entsetzen seines eigenen Vaters. Doch diese Armut war kein gespieltes Leiden. Sie war ein Akt der Solidarität mit den Armen in jeder Hinsicht, materiell wie geistlich.

Er widmete sich dem Wiederaufbau der Kapelle San Damiano, die zum Symbol der Kirche selbst wurde, die – nach Jesu Worten – „im Einsturz begriffen“ ist. In Wahrheit begann Gott in ihm die Erneuerung der ganzen Kirche und eine Rückkehr zu radikalem Mitgefühl, Armut und innerer Verbundenheit mit Christus durch den Dienst am Menschen.

Er begann, Männer und Frauen für Christus zu gewinnen, die sich ihm in der gemeinsamen Aufgabe anschließen wollten, die Liebe Gottes in der Welt zu verbreiten. Besonders inspirierte er die junge Frau Klara Offreduccio, die den weiblichen Zweig der franziskanischen Familie gründete – die Klarissen. So verfasste er im Jahr 1208 die Regel für die Gemeinschaft, die zum Orden der Minderbrüder, den Franziskanern, werden sollte.
 

Jahrelang kämpfte er dafür, und als Papst Innozenz III. in einem Traum – ähnlich Franziskus’ Vision von der einstürzenden Kirche – ein Zeichen erhielt, bestätigte er schließlich den franziskanischen Orden. Die Menschen liebten Franziskus sehr, und er sorgte sich um sie. Das war alles. Es gab keinen Lärm, keinen Prunk und keine spektakulären Frömmigkeitsformen oder Zeugnisse. Nur eine stille, einfache Sorge um Kranke, Arme, Verlassene und Hungrige.
 

Diese Liebe verwandelte sich in gegenseitiges Vertrauen, das bis heute Menschen zu den Franziskanern, zum heiligen Franziskus und zu den Orten zieht, an denen er verehrt wird. Weniger spricht man über seine dichterische Seele, die zu Beginn dieses Textes erwähnt wurde. Diese dichterische Seele wurde zu einer mystischen Seele, die sich durch Armut und Dienst mit Christus identifizierte – bis hin zu den äußeren Zeichen seiner Liebe, den Wundmalen. Der heilige Franziskus war der erste bekannte Heilige, der die Gabe der Stigmata empfing.

Am Ende seines irdischen Lebens, blind und krank, bat er darum, in eine der Kirchen gebracht zu werden, die er erneuert hatte – in die Kirche der seligen Jungfrau Maria von den Engeln. Dort starb er am 3. Oktober 1226. Nur zwei Jahre später wurde er von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Den Gedenktag dieses Heiligen, dem Aussätzige ebenso wichtig waren wie Engel, Wölfe, Vögel und Sünder, in denen er Brüder und Schwestern sah, feiern wir am 4. Oktober.
 

Am 10. Januar 2026 hat Papst Leo XIV. dieses Jahr zum Jahr des heiligen Franziskus von Assisi erklärt – als Zeichen des 800. Todestages dieses Heiligen und als bleibende Einladung, seinem Glauben, seiner Liebe und seiner Hoffnung nachzufolgen.

 

 

Foto: Pixabay

 

 

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