Am 30. Mai 2026 feierte Kanonikus Dr. Johann Schmatovich im Kreis seiner Familie und der Gläubigen, die in die Kirche von Bizonja gekommen waren, sein diamantenes Priesterjubiläum. Gemeinsam mit ihm freuten sie sich und dankten Gott mit den Worten: „Danke!“
Die hl. Messe begann um 13.00 Uhr. Hauptzelebrant des Festgottesdienstes war Kanonikus Schmatovich, in Konzelebration mit weiteren Priestern. Aus der Diözese Eisenstadt konzelebrierten Pfarrer Branko Kornfeind und Pfarrer Zdravko Gašparić. Die musikalische Gestaltung der Messe übernahmen der örtliche Kantor, der Kirchenchor sowie die Tamburizza Gruppe aus Bizonja, die beim Gottesdienstes in Tracht gekleidet waren.
Die Festpredigt war sorgfältig und inhaltsreich vorbereitet. Dennoch waren jene Gedanken und Sätze, die frei und ohne Manuskript gesprochen wurden, die schönsten und aufrichtigsten. Sie kamen direkt aus dem Herzen und der Seele des Jubilars. Das Thema war äußerst aktuell und befasste sich mit der Situation der Priesterberufungen im Allgemeinen. Kanonikus Schmatovich beschrieb die gegenwärtige Lage sehr treffend: Die Menschen leben in einer Wüste. Woher sollten neue geistliche Berufungen kommen? In einer Wüste wächst nichts. Deshalb sei es schwer, auf neue Priester zu hoffen.
Es sind nachdenkliche und sehr aktuelle Gedanken. Doch vor 60 Jahren fand Gott in dieser Wüste eine Oase, in die er einen Samen legte. Dieser ging auf und dient nun seit sechs Jahrzehnten Gott und seinem Volk. Gott hatte den Samen in fruchtbaren Boden gesät, denn Kanonikus Schmatovichhörte den Ruf Gottes, und sein Wunsch, Priester zu werden, war sehr groß.
Sechzig Jahre im Leben eines Menschen sind eine lange Zeit. Sechzig Jahre lang unermüdlich Gott zu dienen, ist eine große Gnade. Neben seinem Dienst für Gott hat Kanonikus Schmatovich niemals seine Wurzeln vergessen. Betrachtet man diese sechs Jahrzehnte, muss besonders seine Liebe zur kroatischen Sprache und zum kroatischen Volk hervorgehoben werden. Sein unermüdlicher Einsatz bei der Organisation der kroatischen Wallfahrten zur „blutige Tränen vergießenden Jungfrau Maria“ verdient besondere Anerkennung. Diese Wallfahrten sind am ersten Sonntag im Mai ein wichtiger Treffpunkt der Burgenlandkroaten aus Österreich, Ungarn und der Slowakei.
Wir danken Kanonikus Schmatovich für sein „Ja“. Wir danken ihm für seinen Dienst und für all das Gute, das er in seinem Dienst für Gott und seine Kirche getan hat. Möge der Herr ihn weiterhin mit seinem Segen begleiten, ihm Gesundheit, Frieden und Freude schenken, und möge die selige Jungfrau Maria seine Fürsprecherin auf seinem weiteren Lebensweg sein.
Ad multos annos – auf viele weitere gesegnete Jahre!
Foto: Hrvatske Novine