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450 Jahre Neuberg – Eine Jubiläumsfeier des Glaubens und der Gemeinschaft
Datum:
17.09.2026
Autor:
Karl Knor

Am Sonntag, dem 13. September 2026, ging die große, dreitägige Jubiläumsfeier anlässlich des 450-jährigen Bestehens von Neuberg zu Ende. Der letzte Tag der Feierlichkeiten war zugleich auch der Höhepunkt, da an diesem Tag der Festakt stattfand. Im Mittelpunkt stand die hl. Messe, bei der sich die gesamte Gemeinschaft im Gebet und Danksagung versammelte.
 

Die Festmesse wurde von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics gefeiert in Konzelebration mit Pfarrer Marko Zadravec und Diakon Erich Miksits. Musikalisch bereichert wurde der Gottesdienst durch den Chor von Neuberg, das Tamburizza-Ensemble „Neuberg“ sowie einem Chor, der sich aus dem Kinderchor und Schülern der örtlichen Volksschule zusammensetzte.
 

Es war wahrhaft schön zu sehen, wie Menschen aller Generationen – von den Jüngsten bis zu den Ältesten – an diesem bedeutenden Ereignis zusammenkamen. Gemeinsames Gebet und Gesang verliehen der gesamten Feier eine besondere Bedeutung. Das Jubiläum war nicht nur Anlass, auf die Vergangenheit zurückzublicken, sondern auch ein Moment der Dankbarkeit gegenüber Gott für all das, was in unserem Dorf in den vergangenen 450 Jahren gewachsen und gediehen ist: für den Glauben, die Familien, die Menschen, unsere Kultur, Sprache und Bräuche sowie für das Gemeinschaftsgefühl, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
 

Nach der hl. Messe begrüßte der Bürgermeister von Neuberg, Thomas Novoszel, die zahlreichen Ehrengäste. An der Spitze der Gäste stand der kroatische Botschafter in Österreich, Daniel Glunčić.

Zu den anwesenden politischen Vertretern zählten die Abgeordneten zum Nationalrat Michael Gmeindl und Christoph Zarits sowie der Landtagsabgeordnete Jürgen Dolesch in Vertretung des Landeshauptmanns. Auch der ehemalige Bundesminister Wolfgang Brandstetter nahm an der Feier teil. Ebenso waren Bürgermeister der Nachbargemeinden anwesend: Vinzenz Knor aus Güssing, Michaela Raber aus Rauchwart, Leo Radakovits aus Güttenbach, Otto Horvath aus St. Michael und Wolfgang Sodl aus Olbendorf.
 

In der Gesprächsrunde und den Ansprachen wurden die Geschichte der Gemeinde Neuberg und ihre Entwicklung über viereinhalb Jahrhunderte hinweg gewürdigt. Viereinhalb Jahrhunderte sind eine lange Zeit. So viele Generationen haben in dieser Gegend gelebt, gearbeitet, gebetet und gewirkt. Jede Generation hat ihre Spuren hinterlassen und das an die nächste weitergegeben, was sie von ihren Vorfahren empfangen hatte.

Dieses Jubiläum bot somit Gelegenheit, all jenen Menschen zu danken, die im Laufe der vergangenen Jahrhunderte das bewahrt haben, was wir heute als das „Unsere“ betrachten. Es ist besonders wichtig, dass auch wir lernen, unseren Glauben, unsere Muttersprache, unsere Bräuche und unseren Gemeinschaftssinn zu schätzen und all dies voller Liebe an unsere Kinder und die jungen Generationen weiterzugeben.
 

Nach dem offiziellen Programm gab es einen Frühschoppen mit der Band „Musigeiner“, der es erneut gelang, für eine ausgezeichnete Stimmung zu sorgen. Zahlreiche Gäste genossen die Musik, die fröhliche Atmosphäre und das gesellige Beisammensein. Nach einem feierlichen und geistlichen Vormittag bot sich hier eine wunderbare Gelegenheit für die Menschen, zusammenzukommen und sich auszutauschen.

Um 15.00 Uhr fand die abschließende Ziehung der großen Jubiläumstombola statt. Großer Jubel brach aus, als bekannt wurde, dass der Hauptpreis – ein Ford Puma, gestiftet vom Autohaus Strauss aus St. MIchael – in Neuberg bleiben würde. Der glückliche Gewinner des Autos ist Silvester Kovacs.
 

Doch der wahre Wert dieser Jubiläumsfeier lag nicht im Programm, im Gewinn oder in der großen Zahl der Gäste; ihr größter Wert waren die Menschen selbst.

Ein ganzes Jahr der Vorbereitung, unzählige Arbeitsstunden und der Einsatz so vieler Menschen, die fleißig, ehrenamtlich und mit großer Begeisterung mitwirkten, machten dieses großartige Jubiläumswochenende in Neuberg möglich.
 

Ein herzlicher Dank und große Anerkennung gelten allen, die auf irgendeine Weise zur Vorbereitung und Organisation dieser Veranstaltung beigetragen haben. Ihr selbstloser Einsatz, ihre Zeit und ihre Mühe zeigen, dass unser Dorf nach wie vor über das verfügt, was über Jahrhunderte hinweg seine größte Stärke war: Zusammenhalt, Gemeinschaftsgefühl und die Bereitschaft, einander zu helfen.

Diese großartige Gemeinschaftsleistung ist eine enorme Ehre für die Gemeinde Neuberg. Gemeinsam können wir stolz auf dieses wunderbare Ereignis, auf unsere Einigkeit und auf unsere starke Dorfgemeinschaft sein.
 

Möge diese Jubiläumsfeier uns dazu inspirieren, das, was wir von unseren Vorfahren erhalten haben, für die Zukunft zu bewahren. Möge der Glaube uns weiterhin vereinen; möge unsere Kirche ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Gebets bleiben; und möge unser Dorf ein Ort sein, an dem künftige Generationen glücklich leben, arbeiten und wirken können.

Wir freuen uns besonders, dass ein Teil des Erlöses dieser Veranstaltung unserer Gemeinde zugutekommt. Es ist geplant, in Neuberg einen Park für alle Generationen anzulegen, und auch andere wichtige Gemeindeprojekte werden unterstützt. Auf diese Weise werden die harte Arbeit und der Einsatz aller Beteiligten an diesem Fest eine bleibende Spur in der Zukunft hinterlassen.
 

Während sich dieses große Jubiläum dem Ende zuneigt, empfinden wir tiefe Dankbarkeit – gegenüber Gott für alles, was er uns geschenkt hat; gegenüber unseren Vorfahren für das Vermächtnis, das sie uns hinterlassen haben; gegenüber allen, die bei der Organisation der Feierlichkeiten geholfen haben; und gegenüber all jenen, die durch ihre Anwesenheit, ihre Gebete, ihren Gesang, ihren Einsatz und ihre Gemeinschaft diese Tage so schön gestaltet haben, dass sie uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Danke! Vielen Dank! Köszönöm! Thank you!
 

Menschen aus Neuberg in aller Welt

Besonders schön ist es, jene Menschen zu erwähnen, die heute weit weg von ihrer Heimat leben. Ehemalige Bewohner von Neuberg reisten aus weit entfernten Orten wie Amerika und der Schweiz an, um an dieser Jubiläumsfeier teilzunehmen.

Ihre Anreise zeigt, dass die Liebe zum Heimatdorf nicht verloren geht, auch wenn uns das Leben weit weg führt. Man mag zwar weit entfernt von zu Hause leben, doch Erinnerungen, Sprache, Glaube, Bräuche und die Liebe zur Heimat bleiben im Herzen bewahrt.
 

Genau deshalb war die 450-Jahr-Feier von Neuberg weit mehr als nur ein große Feierlichkeit. Sie war eine Feier unserer Vergangenheit, unserer Gegenwart und unserer Hoffnungen für die Zukunft – ein Fest für die Menschen, die hier gelebt haben, für jene, die heute hier leben, und für diejenigen, die dieses Erbe eines Tages an neue Generationen weitergeben werden.

 

 

Bilder: Karl Knor

 

Karl Knor
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