2. Station: Gottes Schöpfung wahrnehmen
Franz von Assisi las und schrieb auch nicht viel. Er und seine Freund:innen besaßen kaum Bücher. Denn sie hatten so gut wie kein Geld. Aber es gibt ein ganz bestimmtes Buch, in dem Franz besonders gerne las: im kostbaren Buch der Schöpfung. Gott selbst hat es geschrieben. So erkannte Franz die Blumen an ihrem Duft, die Vögel an ihrem Gesang und die Bäume an ihren Blättern
Übung: "Die Kamera"
Jeweils zwei Teilnehmende tun sich zusammen und entscheiden untereinander, wer zuerst als "Kamera" die Augen geschlossen hält. Außerdem verabreden sie untereinander ein Zeichen (z. B. Hände-druck), bei dem die "Kamera" ihre Augen (ca. 3-5 Sekunden lang) öffnet und anschließend wieder schließt. Der andere fährt als „Fotograf" seine „Kamera" zu einem besonderen Element aus der Natur, das er schön und bemerkenswert findet.
Er fotografiert es mit seiner "Kamera". Er macht höchstens drei Aufnahmen. Danach tauschen die Partner die Rollen. Die „Fotografen" sollten bei der Auswahl von Motiv und Ausschnitt schöpferisch sein.
Hier einige Hinweise
Man kann wunderbare Bilder machen, wenn man aus einer ungewöhnlichen Ecke oder Perspektive fotografiert. Man kann sich z. B. unter einem Baum hinlegen und ein Bild nach oben knipsen.
Man kann die Kamera ganz nah an eine : Baumrinde oder an ein Blatt bringen.
Man kann von oben in eine Blume hinein schauen oder eine Panoramaaufnahme machen. Man muss nur offen sein für die Möglichkeiten des Augenblicks - wie ein echter Fotograf oder eine echte Fotografin eben.
Quelle: Landesstelle der Katholischen Landjugend Bayerns e. V. (Hrsg.). (2016). Laudato Si’: Schöpfungsspiritualität in der Praxis. München
Das Kinderrecht auf Bildung ( Art. 28, 29)
Kinder haben das Recht auf Umweltbildung. Die Umweltbildung sollte Kinder dabei unterstützen, ein Verständnis für ihre Umwelt zu entwickeln und sie zu respektieren. Darüber hinaus soll eine umfassende Umweltbildung Kinder dazu motivieren, selbst aktiv zu werden und Lösungen zu finden.