3. Station: Bewusst Wasser trinken
Franz von Assisi: So wird erzählt, dass immer, wenn er sich bei einem Brunnen Hände und Gesicht wusch oder an einer Quelle trank, er sorgfältig darauf achtete, dass möglichst kein Wasser auf die Erde rann. Wenn es aber doch passierte, setzte er seine Schritte so, dass er nur ja nicht mit seinen staubigen Füßen oder den schmutzigen Sandalen auf das Wasser trat. Er wollte nicht, dass das Wasser mit Füßen getreten wird. (1)
Die 3-Schluck-Achtsamkeits-Übung
Jedes Kind nimmt seine eigene Trinkflasche. Wir trinken nicht hastig, sondern in drei bewussten Etappen:
- Der „Spür-Schluck“
Nehmt einen Schluck und haltet das Wasser kurz im Mund. Spürt, wie es den Mundraum kühlt und den Staub der Straße wegwäscht. - Der „Kraft-Schluck“
Schließt die Augen beim Schlucken. Spürt genau, wie das Wasser die Kehle hinunterwandert und bis in den Bauch fließt. Stellt euch vor, wie die Energie in eure Beine fließt, damit sie gleich wieder kräftig in die Pedale treten können. - Der „Gemeinschafts-Schluck“
Alle halten ihre Flaschen hoch (wie ein kurzes Anstoßen). Wir trinken gleichzeitig und freuen uns, dass wir diesen Weg gemeinsam schaffen.
Das Kinderrecht auf sauberes Wasser (Art. 24 der Kinderrechtskonvention)
Jedes Kind hat das Recht darauf, so gesund wie möglich aufzuwachsen. Dazu gehört auch sauberes Wasser zur Verfügung zu haben. Eine Kinderstimme aus Pakistan erzählt, wie schwierig das für viele Kinder ist:
„Wenn die Menschen Müll ins Wasser werfen, entstehen daraus schädliche Krankheiten. Pakistan ist ein Land, in dem es durch Wasserverschmutzung und Wasserknappheit zu Krankheiten für Kinder und Jugendliche kommt.“
(https://childrightsenvironment.org/global-charter/)
(1) Quelle: Gaisbauer, Hubert / Leitl, Leonora (2016). Ein Brief für die Welt. Die Enzyklika Laudato Sí von Papst Franziskus für Kinder erklärt. Innsbruck: Tyrolia. S. S.124.