Migration im Burgenland – Vortrag im Öden Kloster Baumgarten
Zu einem spannenden und hochaktuellen Vortragsabend lud die KMB des Dekanats Mattersburg in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt.
Am 2. Juni 2026 versammelten sich zahlreiche interessierte Gäste im stimmungsvollen Öden Kloster in Baumgarten, um sich mit der wechselvollen Migrationsgeschichte unserer Region auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Migration im Burgenland – vom Gehen und Kommen“ referierte der bekannte Historiker Dr. Herbert Brettl.
Zwischen Aufbruch, Ankunft und Wandel
Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Dekanatsobmann Dipl.-Ing. Christoph Marchhart übernahm der Referent das Wort. Dr. Herbert Brettl nahm das Publikum mit auf eine faszinierende historische Reise durch das einstige Westungarn und das heutige Burgenland.
In seinen Ausführungen machte er deutlich, dass die Region seit jeher von unterschiedlichsten Wanderungsbewegungen geprägt ist. Ob aus wirtschaftlicher Not geborene Binnenwanderung, saisonale Arbeitssuche oder die dramatischen Fluchtbewegungen aufgrund politischer Krisen: Die Gründe für das Gehen und Bleiben waren vielfältig. Anschaulich legte der Historiker dar, wie politische Entscheidungen, soziale Umstände und wirtschaftliche Entwicklungen im 20. Jahrhundert das Wanderungsgeschehen lenkten und das Gesicht sowie die Bevölkerungsstruktur des Burgenlandes nachhaltig formten.
Zur Person: Dr. Herbert Brettl
Der Historiker ist als Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Burgenland sowie als Lehrer am Gymnasium Neusiedl am See aktiv. Neben seiner Funktion als Netzwerkkoordinator für erinnern.at Burgenland leitet er historische Initiativen wie die „Initiative Erinnern Frauenkirchen“. Als Kurator zeithistorischer Ausstellungen und Herausgeber der Reihe „Burgenländische Lebensgeschichten“ leistet er einen unschätzbaren Beitrag zur Erforschung der burgenländisch-westungarischen Geschichte.
Dank für ein starkes Arbeitsjahr und Ausblick auf den Herbst
Der gelungene Abend fand bei Brot, Wein und anregenden Gesprächen einen gemütlichen Ausklang. Dekanatsobmann Christoph Marchhart und der geistliche Assistent der KMB des Dekanats Mattersburg Pater Jomon zogen eine rundum positive Bilanz und nutzte die Gelegenheit für ein großes Dankeschön. Sie dankten nicht nur dem Referenten und allen Mitwirkenden des Abends, sondern ganz besonders jenen Männern, die durch ihren regelmäßigen Besuch der monatlichen Dekanatstreffen die KMB im Raum Mattersburg das ganze Jahr über lebendig halten.
Mit den besten Wünschen für einen erholsamen, sonnigen Sommer verabschiedete sich das Team der KMB des Dekanats Mattersburg in die verdiente Pause. Die Vorfreude auf den Herbst ist bereits groß, wenn die monatlichen Treffen der KMB des Dekanats Mattersburg in eine neue Runde starten.
Alle neuen Termine und Informationen rund um die KMB der Diözese Eisenstadt werden rechtzeitig auf unserer Homepage veröffentlicht: www.martinus.at/kmb