Tag des Judentums 2027:
Künstlergespräch mit Dvora Barzilai und musikalischer Begleitung von Oberkantor Shmuel Barzilai
Die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung zerstörte auch im Burgenland blühende jüdische Gemeinden. Mit ihnen gingen nicht nur Menschenleben verloren, sondern auch ein reiches kulturelles Erbe: Lieder, Erzählungen, Kunstwerke und vielfältige künstlerische Traditionen. Heute erinnern vielfach nur noch Grabsteine, restaurierte Synagogen und einzelne museale Objekte an das einst lebendige jüdische Leben im Burgenland.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht die jüdische Künstlerin Dvora Barzilai. Sie wurde in Tel Aviv geboren und erhielt ihre künstlerische Ausbildung bei Prof. Michael Block, Dani Kermann und Hans Goldschmidt. Die gläubige Jüdin lebt seit einiger Zeit gemeinsam mit ihrem Ehemann, Oberkantor Mag. Shmuel Barzilai, in Wien.
Dvora Barzilai hat auch für das Burgenland bedeutende Kunstwerke geschaffen. So stammt etwa eine Skulptur in der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in Frauenkirchen aus ihrer Hand. Damit verbindet ihr Werk auf besondere Weise jüdisches Erinnern, künstlerische Gestaltung und die Geschichte des Burgenlandes.
Anhand ausgewählter Werke der Künstlerin wird Dr. Adalbert Pallitsch in einem Künstlergespräch Fragen jüdischer Kunst und religiöser Bildsprache aufgreifen, so etwa Fragen nach dem Bilderverbot, nach der künstlerischen Darstellung von Gott und der Bedeutung von Marc Chagall.
Musikalisch begleitet wird das Programm von Oberkantor Mag. Shmuel Barzilai mit ausgewählten jüdischen Liedern.
Einführung: Dr. Lukas Pallitsch
Ausklang bei einer Agape mit koscherem Wein.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Termin: 14. Jänner, 17:00 Uhr
Ort: Pädagogische Hochschule Burgenland, Seminarraum 10 (SR 10)
Verantwortlich für den Koordinierungsausschuss: Dr. Lukas Pallitsch,
Er ist zudem Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog, Literaturwissenschaftler, Theologe und Universitätsassistent (Postdoc) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Anlässlich des Tags des Judentums, der österreichweit am 17. Jänner gefeiert wird, möchte die PPH Burgenland und der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt wieder Raum schaffen für Begegnung, Austausch und ein tieferes Verständnis für jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart.