Mit seiner „Ökonomie der Versprechungen“ versucht der Transhumanismus den Menschen leistungsfähiger, gesünder und intelligenter, zu guter Letzt unsterblich zu machen. Keine der vielen Fehldeutungen des biblischen Schöpfungsauftrages, über die Erde „zu herrschen“ (Gen 1,28), ist bisher mit radikalerem Anspruch aufgetreten.
Demnach wäre der Mensch politisch, sozial und ökologisch endlich in der Lage, den Turmbau zu Babel vollenden zu können.
Arnold Mettnitzer stellt diesem Dogma seine beiden Bücher „Die Veredelung der Zeit“ und „Die Verzauberung der Welt“ gegenüber und präsentiert sie als Liebeserklärungen ans Kindsein und ans Älterwerden, weil sich darin des Menschen verlässlichste Kraft verbirgt, ein Leben lang offen und auf der Suche zu bleiben nach dem, wofür es sich zu leben lohnt.

Bild: Arnold Mettnitzer © Werner Krug 2024